Mittwoch, 18. März 2015

Blumen für Eleni

Einer der ersten Blogs, die ich verfolgte, war der Blog von Rachel Hauser, Stiched in Color. Sie macht tolle Quilts und hat viele wertvolle Tutorials und Tipps auf ihrem Blog. Und obwohl ich seither noch einige andere Quiltblogs gefunden habe, bleibe ich ihr 'treu', da mir ihre Art immer noch gut gefällt.


Voll Bewunderung habe ich in den vergangenen Monaten verfolgt, was sie sich auf die 'to-do-Liste-bevor-Baby No3-da-ist' gesetzt hat und nach und nach umgesetzt hat. (Meine 'bevor-Baby No3-da-ist-Zeit' ist noch nicht so lange her, und ich hätte das wohl niemals geschafft.) Umso trauriger war ich dann für sie über die traurigen Umstände bei der Geburt von Eleni.


Normalerweise liest man so einen Bericht, denkt "wie traurig und schlimm für die Familie" und macht einfach weiter. Aber als Jodi einen Aufruf machte, Hexagon-Blumen für Eleni zu nähen, die sie dann zu einer Decke zusammennähen würde, war ich gleich dabei. So etwas einfaches, worüber sich aber jemand, der selber Quilts macht und auch bloggt, sicher sehr freuen wird.


Also habe ich heute meine zwei Blümchen auf die Post gebracht, und hoffe, dass sie noch rechtzeitig den Weg nach Australien finden - um dann als Quilt wieder nach Kanada zu gelangen. Ist die Quilt Blogosphere nicht super?

xx Tina
Blogger Tricks

Montag, 16. März 2015

Granny Squares Quilt Top

Letzte Woche bekam ich eher wenig Schlaf, so dass ich froh war, dass ich im Vorfeld bereits vorgearbeitet habe und Gitter- und Randstreifen für meinen Granny Squares Quilt vorbereitet habe (natürlich auch alle aus einem alten Hemd), die ich dann so nach und nach zusammensetzen und zwischen die Blöcke nähen konnte.


Der Quilt misst jetzt etwa 42"x42" (106x106cm), also eine gute Babyquiltgrösse. Aber da die Hemdenstoffe  ja eher nicht so 'kuschelig' sind, gibt es wohl eher einen Wandbehang. :-)

Jetzt freu ich mich auf den morgigen Krimiabend mit meinem Mann, wo ich dann ein paar Hemdenrücken für die Rückseite zurechtschneiden werde....

xx Tina

Donnerstag, 5. März 2015

Cotton&Color - Mistery BOM 2015 - Februar

Ich habe bemerkt, dass ich euch noch gar nicht meinen tollen Februarblock für den Cotton & Color Mistery Block of the Month gezeigt habe! Here it is:


Sieht doch richtig gut aus, oder? Wenn er nur die richtigen Endmasse hätte.....

Der Start mit 1"-Quadraten war winzig!

Nachdem ich die Blockbeschreibung bekommen hatte, freute ich mich, denn es tönte nach einem ganz simplen Blockhausmuster. Da ich die farbigen Streifen aus meinen Resteboxen nehmen wollte und in der Anleitung keine Angaben über die jeweiligen Streifenlänge waren, rechnete ich mir mühselig aus, wie lange denn jeder Streifen sein müsste und schrieb auch gleich dazu, wie breit er sein muss, damit ich erst alles zuschneiden konnte und dann nur noch nähen konnte.


So weit, so gut. Nur waren die schmaleren Streifen nur 3/4" breit (18mm), was so schmal ist, dass sich der Streifen ja verziehen muss! Also nähte ich diese Streifen zuerst an, und schnitt sie anschliessend zurecht.


Diese Technik funktionierte wunderbar! Die schmalen Streifen meines Blockes sind alle ziemlich genau 1/4" breit und die breiteren 1/2", so wie es in der Beschreibung erklärt war. So nähte ich munter meine Runden, bis ich endlich meine sechs farbigen Runden und die Abschlussrunde in Hintergrundstoffen hatte.

3/4" bedeutet auch, dass man bei der nächsten Runde dauernd mit der vorherigen Nahtzugabe ins Gehege kommt....

Die Hintergrundstoffe, die ich von Cotton&Color für diesen Block bekommen hatte, gingen mir bereits nach der dritten Runde aus. Das war ja nicht so schlimm, denn ich habe ja einen gut sortierten Stoffvorrat. ;-) Aber dieses Vorkommnis hätte mich vielleicht schon stutzig machen sollen. Denn erst nachdem ich alle Runden genäht habe, kam ich auf die gloriose Idee, nachzumessen, wie denn die Masse meines fertigen Blocks sind. Und siehe da: mein Block war viel zu gross! Klar steht auf der Anleitung für den Block, man solle nach einer Grösse von 8" die breiten Schlussstreifen annähen. Doch da ich im Vorfeld alles so genau ausgerechnet hatte, bin ich nie auf die Idee gekommen, dass mein Block zu gross werden könnte. Ganz offenbar war da ein Fehler in der Anleitung, und ich hatte es trotz rechnen nicht bemerkt!

Nun ja, bevor ich den Block auseinandernehme oder verkleinere (dafür war er viel zu aufwendig!), werde ich sehen, wie das mit diesem Quilt weitergeht. Bereits mehrmals wurde angekündigt, der Randbereich der Blöcke werde durch eine Mistery-Applikation später im Jahr verdeckt. Also werde ich abwarten und schauen, worauf denn das Ganze hinausläuft. Im schlimmsten Fall nähe ich den Block noch einmal und verwende den zu grossen Block auf der Rückseite.

Was habe ich aus diesem Debakel gelernt? Anleitungen für einen Block immer genau durchlesen und durchdenken, und am besten auch nachrechnen!

Dienstag, 24. Februar 2015

Zeit haben und sich Zeit nehmen....

Jodi hat am Sonntag einen weiteren Block für ihren Red Sky at Night - Quilt veröffentlicht. Obwohl ich eigentlich gar keine Zeit habe (anderweitige ToDos türmen sich in meinem Nähzimmer), "musste" ich gestern Abend schnell die Stoffe zuschneiden (für einen Block geht das ja ganz schnell) und diese heute in mehreren Etappen zusammennähen.


Im Gegensatz zu anderen Blöcken machen diese voll Spass: es sind klassische Blöcke, in einem gut machbaren Format und deshalb recht schnell genäht, und am Schluss sehen sie so aus, wie sie sollten. :-) Ich bin gespannt, wieviele solche Blöcke Jodi vorstellen wird. Auf Instagram redet sie von 40 (!) weiteren Blöcken! In dieser Grösse (12.5" unfinished) wäre das ein riiesiger Quilt...

xx Tina

Mittwoch, 18. Februar 2015

Fasnacht - selfmade

Fasnacht ist in der Zentralschweiz eine Angelegenheit, die mit Leib und Seele gefeiert wird. Es ist durchaus möglich, sich der ganzen Festivitäten zu entziehen, aber mit Kindern wird das eher schwierig. Wir wohnen jetzt seit zweieinhalb Jahren hier und bis anhin kam ich mit der Fasnacht nur am Rande (sprich: am Rande des grossen Umzuges, und das auch nur kurz) in Berührung, da mein Grosser sich so gar nichts aus Lärm (Guggenmusigen sind halt einfach laut) und Verkleiden macht. Aber dieses Jahr wollte unsere grosse Prinzessin unbedingt mit dabei sein, und zwar als Prinzessin aus 1001 Nacht, mit Pluderhose und Schleier.


Für den Grossen gab es eine Bauarbeiterweste mit Bauhelm (wendbar in eine Waldarbeiterweste für ein andermal).


Und die Jüngste schnappte sich im Supermarkt einen Haarreifen mit Minnie Maus-Ohren, dazu nähte ich ihr ein rosa Cape, das wir nächstes Jahr vielleicht nochmal für eine Prinzessin brauchen können.


Und für mich gab's auch das Sheheradzade-Kostüm in Gross, denn hier geht man oft auch als Zuschauer verkleidet, und am coolsten doch im Partnerlook mit den Kids....


Dafür, dass ich so richtig ungern Kleider nähe (ich kann mich an kein Kleidungsstück in der Vergangenheit erinnern, das ich genäht habe, und danach auch gern getragen habe...), bin ich fast stolz darauf, was ich so fast ohne Schnittmuster (okay, für das Cape habe ich dann doch eines gekauft) hingekriegt habe! Naja, ich war ja froh, dass meine Jacke lang genug war. Denn wie meine Hose oben herum rausgekommen ist, möchte ich ja niemandem zeigen.... Und am meisten Spass hatte ich an der "Krone", die ich nach der Anleitung in einem Craftsy-Kurs (The Costume Box von Anne Weil) gemacht habe!

Damit ich bei all diesen Kleidern nicht ganz den Koller kriege, habe ich zwischendurch Stoffe für den RedSkyatNightQAL von Jodi (talesofcloth.com) rausgesucht,

Ohio Star

dann zugeschnitten,

Kansas Star

und schliesslich auch die Blöcke genäht.

Checkerboard

Da ich mir dieses Jahr vorgenommen habe, möglichst keine neuen Stoffe zu kaufen, mache ich den Quilt nicht in uni rot-weiss, sondern bediene mich aus den roten und low-volume Fat Quartern aus meinem Vorrat.

Oregon Trail

Bis jetzt, finde ich, sieht es gut aus...

xx Tina

Mittwoch, 11. Februar 2015

Jahresrückblick der anderen Art

Gestern sortierte ich meinen Scraps-Korb. Eigentlich ist es ja mehr ein Körbchen, da es nur einen Durchmesser von etwa 20cm hat. Aber dennoch war ich erstaunt, wie viele Scraps sich da drinnen angesammelt hatten.


Es war spannend, diese Stoffreste zu sehen und sich an all die Projekte des letzten Jahres zu erinnern! Zusammen mit den übrigen Scraps in den Plastikboxen kann ich jetzt ernsthaft einen "scrappy Quilt" planen. Nur, mach ich diesen Quilt 'ton-in-ton', da ich ja die Stoffreste farblich sortiert in den Boxen habe, oder werfe ich wieder alles durcheinander, um einen bunten Quilt zu machen? Ich werde wohl wieder das Buch "Sunday Morning Quilts" ausgraben müssen, um mich dort inspirieren zu lassen...

xx Tina

Sonntag, 8. Februar 2015

Babyquilt in Rekordzeit

Im Januar wurde mein Göttibub getauft. Und was liegt da als Quilterin näher als einen Quilt zu machen? Einen Quilt zum Brauchen, mit dem aufwachsen kann und mit dem man Hütten bauen kann.
Die Absicht, diesen Quilt zu machen, hatte ich ja schon lange. Aber nachdem die Taufe unerwartet früh war (F ist erst drei Monate alt - bei unseren Kindern schafften wir es jeweils erst nach sechs Monaten....), und da der Dezember verplant war mit Weihnachtsnähereien, kam ich erst im neuen Jahr dazu, mich an dieses Projekt zu wagen.
Bei Erica (kitchentablequilting.com) habe ich einen einfachen Quilt entdeckt, dessen Farbkombination total gefiel. Sofort machte ich mich an meine Stoffschublagen und zupfte Fat Quarters in ähnlichen Farbtönen heraus. Mit Hilfe meiner grossen Prinzessin legten wir die Quadrate aus, und so hatte ich das Quiltoberteil schnell zusammengenäht.


Dummerweise gefiel er mir, als er so an der Wand hing, nicht mehr.

Also das heisst, er gefiel mir schon. Nur kam just dann meine Schwester mit ihrem Baby zu Besuch, und ich realisierte, dass mein Göttibub eher ein "braun-grün-orange"-Bub ist, und kein "grau-hellblau-orange"-Bub. Also alles stopp und nochmals von vorne. Ab jetzt blieben mir noch fünf Tage...
Beim zweiten Mal bemühte ich mich dann wirklich, in dieser "braun-gelb-rot-orange-grün"-Idee zu bleiben.
Farbinspiration...
Für Experimente, was das Muster anbelangte, reichte es natürlich nicht mehr. Deshalb entschied ich mich für ein Hidden 9-Patch-Muster. Ich versuchte, die Braun- und Rot-Töne in den Ecken anzuordnen, so dass diese nicht zerschnitten wurden, und die orangen Quadrate setzte ich alle in die Mitte, so dass sie lauter kleine Quadrate ergeben würden.

Aber es beruhigte den Quilt nicht in dem Masse, wie ich mir das vorgestellt habe. Deshalb experimentierte ich in Powerpoint mit möglichen Rand-Variationen. (Vorschlag von meinem Mann. Super Idee, wenn man es sich nicht so recht vorstellen kann!) Daraufhin sprang ich nochmal in den lokalen Stoffladen und hoffte, dass ich einen passenden braunen Unistoff für einen mittelbreiten Rand finden würde. Ich hatte Glück. Der Farbton fiel zwar ein bisschen dunkler aus als die Brauntöne im Patchwork, aber letztendlich brachte er genau den gewünschten Effekt, nämlich die "wilden" Farben und das Muster etwas zu beruhigen.


Bei der Quilterei versuchte ich etwas Neues. Rachel von StitchedinColor.com beschreibt in einem Tutorial, wie sie diese liegenden Achten quiltet, und wie schnell das jeweils gehen würde. Nachdem vom Muster bereits die Hilfslinien vorhanden waren, konnte ich gleich loslegen. Und es ging wirklich sehr schnell.
Hätte ich nochmal Zeit gehabt, in die Stadt zu fahren, hätte ich wohl geschaut, dass ich einen weniger hellen Quiltfaden gefunden hätte. So quiltete ich wie üblich mit weissem Faden. Auf dem Rand ist der Kontrast ein bisschen stark, aber nach dem Waschen glücklicherweise auch nicht mehr so sichtbar.


Und nachdem meiner Schwester oft die für die Rückseite (oder Täschchen-Innere, etc.) gedachte Seite besser gefällt, gab ich mir Mühe, auch diese Seite nett zu gestalten. Dafür wühlte ich in meinem Stoffvorrat mit den "geerbten" Stoffen und fand tatsächlich noch einen Rest des Bauernhofstoffes - für meine kuhliebende Schwester perfekt.

Alles in allem bin ich glücklich, wie der Quilt rausgekommen ist. Immerhin hatte ich nur fünf Tage (eigentlich Abende und Nächte) zur Verfügung....

xx Tina